Blutorangen

Mara-Cassens-Preis für das beste Debüt 2015

Debütpreis des Buddenbrookhauses Lübeck 2015

Grimmelshausen-Förderpreis 2015

 

Für die junge Spanierin Maite ist das Studium in München vor allem eine Chance, ihrem konservativen Elternhaus zu entfliehen. Ihre Heimat Valencia, berühmt für den Handel mit makellosen Orangen, wird ihr allmählich fremd. Sie verliebt sich in Carlos, der aus einer deutsch-spanischen Familie stammt, und befreundet sich mit seinem Großvater Antonio. Der alte Emigrant berichtet von nie gehörten Ereignissen und erzählt doch nicht alles. Eines Tages wird aus der Zuhörerin eine Fragerin: Wie gelangte ihr Vater in eine deutsche Uniform?

 

„Verena Boos verknüpft deutsche und spanische Geschichte über einen Zeitraum von siebzig Jahren hinweg, mit Eindringlichkeit und narrativer Vielfalt. Der Leser hält einen erstaunlichen und höchst lesenswerten Debütroman in den Händen, der mit einer enormen Stoffvielfalt aufwartet, wie man sie nur von großen Romanciers kennt.“ Thomas Lehr

 

Audios:

Verena Boos und die „Blutorangen“ im HR2 Kulturgespräch vom 28. Januar 2016

„Nach der Wahrheit graben“ – Interview für Early Bird auf DRadio Wissen zu den Exhumierungen von Franco-Opfern in Spanien vom 21. November 2015

 

Pressestimmen:

„Coup d´essai, coup de maitre. Sagt ein französisches Lobwort. Wenn einem mit dem ersten Versuch sofort etwas Meisterliches gelingt. Verena Boos hat gleich mit ihrem ersten Buch so einen Coup gelandet.“ Aus der Laudatio zum Mara-Cassens-Preis von Ruthard Stäblein, Hessischer Rundfunk

„Verena Boos ist eine verdiente Mara-Cassens-Preisträgerin.“ Thomas Andre, Hamburger Abendblatt

„68 Romane hat die Jury gelesen und sich dann für Verena Boos entschieden. Ein besonderer Glücksfall…“ Heide Soltau, NDR

„Verena Boos hat einen beeindruckenden Roman … geschrieben.“ Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

„[…] besticht durch präzise Recherchen … sowie durch ihre unbändige Erzählkraft.“ Ruthard Stäblein, hr2 kultur

„Verena Boos ist ein anrührender und fesselnder Mehrgenerationenroman gelungen.“ Renate Naber, wdr5 Service Bücher

„Dieser Debütroman hebt sich durch seine Komplexität von vielen anderen Debüts ab. Verena Boos macht es dem Leser nicht bequem, aber sie überzeugt gerade durch ihren kompromisslosen Erzählwillen. Als Autorin ist sie definitiv eine „souveräne Republik“!“ Sarah J, Das Debüt

„[…] wer sich … auf diesen sorgfältig komponierten Roman [einlässt], der wird mit  Erkenntnisgewinn belohnt … schon allein damit, dass man darin die Stadt München einmal unter ganz anderen Gesichtspunkten kennenlernt.“ Antje Weber, Süddeutsche Zeitung

„[…] gelingt ihr in ihrem bemerkenswerten Erstling, ein individuelles Schicksal mit der Weltgeschichte ganz unangestrengt zu verknüpfen.“ Bettina Schulte, Badische Zeitung

„[…] gelingt dieser Debütantin am Ende etwas sehr selten Gewordenes: ein Finale, das ohne Kitsch zu Tränen rührt.“ Britta Heidemann, Literarische Welt

„[…] gerade dieser schlichte, zurückhaltende Stil macht den Reiz ihrer Prosa aus. Verena Boos verbindet großes Erzähltalent mit historischer Präzision.“ Jan Brandt, ZEITonline

„Wie Verena Boos aber jeden einzelnen ihrer zahlreichen Schauplätze mit atmosphärischen Details zum Leben erweckt […] das zeugt von einer souveränen Schriftstellerin, die sich unterschiedlichster Sprach- und Denkmuster bedient und stoffliche Vielfalt in einem großen erzählerischen Bogen zu spannen weiß.“ Stefanie Laaser, SWR2

„[…] erzählt Verena Boos, frei von jedem pädagogischen Eifer, von der Verbindung zwischen der Franco-Diktatur und Deutschland, von Tätern, Schuld und Verdrängung. […] Ein Debüt aus Frankfurt, historisch fundiert, klug und spannend erzählt.“ Christoph Schröder, Journal Frankfurt

„Verena Boos stellt sich mit „Blutorangen“ einer Herkulesaufgabe. […] Ein Debüt, das sich abhebt. […] Verena Boos hat etwas zu sagen, das es wert ist, gehört zu werden.“ Josephine Schulz, Neues Deutschland

“ […] ein großer, komplexer, klug konstruierter Roman, der uns unvertraute Perspektiven auf den europäischen Faschismus des 20. Jahrhunderts eröffnet. « Elisabeth Dietz, BÜCHER magazin

„Mit immer weiter greifenden Satzkonstruktionen folgt die Sprache dem zunehmenden Wissen der Beteiligten und bleibt gleichzeitig stringent und ihren Figuren zugewandt. […] … bringt die Autorin Kriegstraumata und ihre Nachwirkungen auf die nächsten Generationen zusammen und hat … einen eindringlichen wie auch äußerst lesenswerten Roman geschaffen.“ Helga Egetenmeier, AVIVA-Berlin.de

„Ein Meisterwerk an Erzählkunst, gepaart mit historischer Präzision.“ Stefanie Siegmeier, Schwarzwälder Bote

„Der Roman ist nicht nur spannend zu lesen, er ist auch eine Lehrstunde in europäischer Geschichte.“ Christoph Wartenberg, Schwäbische Zeitung

„Historie hautnah […]. […] ein großes Leseabenteuer […]. « Andreas Linsenmann, NRWZ zum Wochenende

„Die Vergangenheit ist gegenwärtig. Drei Zeitebenen verwebend, erkundet diese deutsch-spanische Familiengeschichte die gewaltvollen Spuren des Faschismus.“ Literarische Debüts wider den Anpassungsdruck, buchjournal

„Boos ist eine wahrhafte Erzählerin.“ Doreen Kunze, Leipzig lauscht

„[…] von … der Notwendigkeit und Chance, der eigenen Geschichte auf den Grund zu gehen.“ Gabriele Loges, Schwäbische Zeitung