Kategorie: Allgemein

Memory Works-Stipendium der Bundesstiftung Aufarbeitung

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergibt dreimonatige Stipendien, die der internationalen Vernetzung und dem grenzüberschreitenden Austausch in Fragen von Erinnerungsarbeit und Auseinandersetzung mit Gewaltherrschaft und Diktatur dienen. Durch vertiefte gegenseitige Kenntnis über die jeweilige Geschichte und deren Verarbeitung sollen alle Beteiligten zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Debatten und deren historischer und politischer, aber auch gesellschaftlicher Hintergründe gelangen.

Mit einem solchen Stipendium arbeite ich zwischen Anfang Juni und Anfang Oktober über drei Monate hinweg am Institut für Sprache, Literatur und Anthropologie des CSIC (Consejo Superior de Investigaciones Científicas) mit dem renommierten Anthropologen Francisco Ferrandiz zusammen. Es geht um die Geschichte und die Geschichten der Diktaturherrschaft, um die historische Erfahrung politischer Gewalt und deren Auswirkungen auf die gegenwärtige spanische Erinnerungskultur. Es bietet mir die einmalige Gelegenheit, mich weiter intensiv mit der spanischen Erinnerungskultur der Gegenwart zu beschäftigen – dies jedoch unter einem neuen Blickwinkel. Nachdem ich ja für die Arbeit an den Blutorangen die Beziehungen zwischen den faschistischen Regimen Deutschlands und Spaniens erforschte, betrachte ich nun die Erinnerungspolitik in vergleichender Perspektive zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Deutschland und der kommunistischen Diktaturen im Osten Europas.

 

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Ausstellung: Gräber öffnen, Würde wiedererlangen

Vom 2. September bis zum 30. Oktober wird die Ausstellung „Gräber öffnen – Würde wiedererlangen“ in Berlin (Europasaal der Deutschen Gesellschaft) gezeigt. Sie stellt die Arbeit der spanischen NGO Asociación para la Recuperación de la Memoria Histórica (ARMH) vor, die sich um die Suche nach den Verschwundenen der Franco-Diktatur verdient macht und die historische Erinnerung einer aussterbenden Generation zu bewahren versucht.

Am 2. September, 19:00 Uhr, wird das Team der ARMH die Ausstellung eröffnen und den kurzen Dokumentarfilm „Las Cunetas – In den Straßengräben Spaniens“ zeigen.

Am 3. September gibt es ab 18:00 Uhr ein kulturelles Programm, beginnend mit einer Lesung aus den „Blutorangen“, dem Dokumentarfilm „Santa Cruz por ejemplo – Der Mord von Santa Cruz“ sowie ab ca. 20:30 Uhr einer Podiumsdiskussion mit Emilio Silva, Präsident der ARMH, und dem Filmemacher Günter Schwaiger.

Beide Veranstaltungen im Europasaal im Mosse-Palais, Voßstraße 22, 10117 Berlin. Eintritt frei. Herzliche Einladung!

 

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